Ahrweinlieder


Ahrweinlieder

Rhein, Wein, Weib & Gesang

Liedersammlung der WBMS








Überblick (in Klammern Liedanfang):

  1. Ahrlied (Preislied)
  2. Ahrlied
  3. An der Ahr, an der Ahr
  4. Beim Heiligen Peter in Walporzheim
  5. Beim Walporzheimer(Das war an der Ahr in Walporzheim)
  6. In Mayschloss an der Ahr


Liedertexte und Melodien:

1. Ahrlied (Preislied)


Text: Max Bewer, 1861 -1921
Melodie: Friedr. Ullrich, 1861 -1924, Op. 123
Zum 50-jährigen Bestehen des Männerchors zu Neuenahr 1862 im Jahr 1912
Zur Geschichte des Ahrliedes


1. Wie lieb ich dich, du wilde Ahr,
du feurig Kind im dunklen Haar,
im grünen Kranz der Reben,
mit deinem dunklen Flammenwein,
mit deinem goldnen Sonnenschein
:und deinem frohen Leben!:

:O wie wunderbar, o wie wunderbar, 
ist das Wandern an der Ahr!:

2. In deiner Krone, Vater Rhein, 
mag der Smaragd der Mosel sein
in goldig-grünem Glanze,
des Ahrtals roter Feuerwein,
strahlt purpurn wie  Rubinenschein
:aus deinem Traubenkranze!:

:O wie wunderbar, o wie wunderbar,
ist der Wein doch an der Ahr!:

3. Da sprudelt eine Quelle heiß,
die wunderbare Heilung weiß,
und wer an ihr gesundet,
den sieht man froh durch Rebengrün
zu einem Becher Ahrwein ziehn,
:der allen Wandrern mundet!:

:O wie wunderbar, o wie wunderbar,
sind die Quellen an der Ahr!:

4. Da klingt Musik und schallt Gesang
das ganze liebe Tal entlang,
so dankbar und zufrieden,
kein Wunder, daß in alter Zeit 
so lockte all die Herrlichkeit
:schon Römer aus dem Süden!:


:O wie wunderbar, o wie wunderbar,
ist das Leben an der Ahr!:

5. Nun zieh dahin du liebe Ahr,
durch Deutschland noch viel tausend Jahr
im Rauschen froher Wellen, 
und seinen Segen läute drein 
der Himmel über deinen Wein
:aus Kirchen und Kapellen!:

:O wie wunderbar, o wie wunderbar,
ist das Wandern an der Ahr!:



Ergänzung: Der Sänger am Kaiserstuhl bei Walporzheim an der Ahr

Ich kenn ein Häuschen an der Ahr,
da zecht es sich so wunderbar
am Kaiserstuhl beim Sänger!
Für Stimmung und Humor und Witz
ja, dafür sorgt der Peter Schmitz,
:drum weilt man immer länger!:

:O wie wunderbar, o wiederbar, 
ist's beim Sänger an der Ahr!:



2. Ahrlied


Von Paula Brogsitter


1. Ahr, schönes Kind der Berge, 

bald silber, gold, bald blau!
Es necken dich Kobolde 
von Höhenschroff und rauh.

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!


2. Gar manche alte Sage 
raunst murmelnd du uns zu:
Vom Rittersprung des Are 
und von der bunten Kuh

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!

3. Und wenn die Wellen blitzen
im Sonnenlichtertanz,
da taucht aus deinen Tiefen
der Ritter Schwerterglanz.

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!

4. Schwarzblau die Trauben färben
auf hohem Felsenrand,
die Blätter goldrot leuchten
im Abendsonnenbrand.

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!

5. In tiefen Kellern lagern
die Fässer groß und klein,
es heben deine Winzer
so gern das Gläschen Wein.

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!

6. Kommt still die Nacht gezogen
mit goldnem Sternenschein,
fällst du in süßen Schlummer, 
und fort sind Sorg und Pein.

Rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich immer, immerdar, 
rausch zu, rausch zu, du wilde Ahr,
ich lieb dich, immerdar!







3. An der Ahr, an der Ahr, wer da nicht einmal im Leben war


Willi Ostermann, 1934
Musikvideo, Willi Ostermann: YouTube


1. Reicht mir die Leier, die Fiedel, die Laute
oder gebt sonst was zum Spiel mir hierhin.
Mir will die Schönheit, ach das so traute,
das bunte Ahrtal nicht aus dem Sinn.
Rheinisches Eden, Frühling für jeden,
möge jahraus, jahrein es immer so sein.

An der Ahr, an der Ahr, 
wer da nicht einmal im Leben war,
weiß nicht wie wunderbar, 
wie schön es an der Ahr.

Suchst du Zerstreuung und willst du gesunden,
mach es wie ich, fahr hin jedes Jahr.
Quellen, wie du sie noch nirgends gefunden,
gibt es nur einmal in Neuenahr.
drücken dich Sorgen, wart' nicht bis Morgen,
du wirst in ihrem Schoß sie bald wieder los.

An der Ahr, an der Ahr, 
wer da nicht einmal im Leben war,
weiß nicht wie wunderbar, 
wie schön es an der Ahr.

Ach ja, das Ahrtal! Mir als Schwerenöter
fiel oft der Abschied nicht mal halb so schwer,
wenn nicht die "Landskron" und wenn nicht "Sankt Peter"
die "Bunte Kuh" und die "Lochmühl" nicht wär.
Wirkt doch wie Wunder der Ahrburgunder,
der oft in lauer Nacht mich glücklich gemacht.

An der Ahr, an der Ahr, 
wer da nicht einmal im Leben war,
weiß nicht wie wunderbar, 
wie schön es an der Ahr.



4. Beim heiligen Peter in Walporzheim


Text: Hermann Grieben (1874)
Musik: F. X. Chwatal


1. Beim heiligen Peter in Walporzheim
am Ufer der rauschenden Ahr,
da erfand ich beim Weine so manchen Reim,
manch lustiges Strophenpaar.
Der Heilige führt die Schlüssel wohl
zum besten Keller des Tals,
drum ward er dem Wandrer zum Weinsymbol
zum magisch-elektro-magnetischen Pol,
zum Schutzpatron des Pokals.

2. Bei Walporzheim am Gehänge der Schlucht - 
Gott segne das heurige Jahr!
Da wächst St. Peters köstliche Frucht,
die feurigste Traube der Ahr.
Und jeder, der munter das Tal durchwallt,
kehrt gern bei dem Heiligen ein.
Der schenkt ihm in unverfälschter Gestalt
die würzige Labe für jung und alt,
den dunkelroten Wein.

3. Der Aßmannshäuser am Rhein, fürwahr
ist köstliches Traubenblut,
doch auch an dem Ufer der rauschenden Ahr,
der Walporzheimer ist gut.
Drum kommet und schauet, ihr Burschen am Rhein,
dies traubengesegnete Tal!
Kehrt hübsch beim heiligen Petrus ein
und kostet von seinem feurigen Wein
im Walporzheimer Pokal!











5. Beim Walporzheimer


G. Baldamus, op. 39, No. 3. Curt Heinau


1. Das war an der Ahr in Walporzheim
Im lauschigen Garten der Schenke,
Da hatte ein schelmischer :,: Kobold mit Leim:.:
Arglistig bestrichen die Bänke.

Nun sitz' ich hier schon, wer weiss wie lang
Ein Vampyr am Blute der Reben,
Im Zauberbanne des Leims auf der Bank
Und kann mich nicht wieder erheben.

2. Und wann ich dann einmal gefesselt,
Lass mich nicht schmachten Elise
Du liebliche, fröhliche Winzerin,
:,:Noch eine Flasche wie diese.:,:

Und ist die letzte Flasche leer,
Dann werd' ich den Kobold besiegen,
Dann hält er mich auf der Bank nicht mehr,
Dann werd' ich darunter liegen.

Den Mund so bleich:
"Dich liebt' ich immer,
dich liebt' ich noch heut
und werde dich lieben in Ewigkeit."




6. In Mayschloss an der Ahr


Musikvideo, Orchester Jak Hommen: YouTube