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Ausstellung Rheinromantik, Oberdollendorf, 2002






"Wunderschön für jeden, der das Rheinland liebt"




Foto: Günter Groote

Foto: Günter Groote

<b>Als 1000 und 1001. Besucher</b> wurden Irmgard und Bernd Adams (3. v. links) von Lothar Vreden (rechts) und Ecki Schmitz (2.v.links) begrüßt.

01/02


Am Sonntag endete in Oberollendorf die Ausstellung "Rheinromantik" - Mehr als 1 000 Besucher im Heimatmuseum Brückenhof
Von Von Albrecht Müller, 15.09.2002


Oberollendorf. "Eine wunderschöne Ausstellung für jeden, der das Rheinland liebt." - Zu diesem Schluss kam Bernd Adams aus Bad Honnef. Er und seine Frau Irmgard waren die 1 000. Besucher der Ausstellung "Rheinromantik - alte Ansichten vom Siebengebirge aus der Sammlung Ewald Eschbach", für die das Heimatmuseum Brückenhof am Sonntag zum letzten Mal seine Türen öffnete.

Museumsdirektor Lothar Vreden begrüßte die Jubiläumsgäste bereits einige Tage zuvor und überreichte ihnen neben einer Flasche Dollendorfer Wein das Buch "Spaß muss sein" des bekannten Karikaturisten Burkhard Mohr.

Auch führte Ewald Eschbach als Eigentümer der Exponate die Besucher durch die 190 Stiche, Radierungen, Litographien, Aquatinta und Holzschnitte umfassende Ausstellung.

Die Ausstellung zeigte Ansichten des Siebengebirges aus den vergangenen 300 Jahren. Die ältesten Werke stammen von 1583. Die altkolorierten Kupferstiche zeigen Szenen aus dem sogenannten "Truchsessischen Krieg", darunter etwa die Belagerung von Königswinter durch die Truppen des Pfalzgrafen Casimir.



Ein weiteres Glanzlicht war der "Prototyp der deutschen Rheinromantik" und nach der Meinung des Sammlers die am häufigsten gezeichnete Ansicht des Rheins: Der Stich von Havell nach einer Zeichnung von Christian Georg Schütz von 1820, der das Rheinpanorama mit Rolandsbogen, Nonnenwerth und Drachenfels von Süden her zeigt.

Neben den Bildern und Büchern präsentiert die Ausstellung auch ein Etikett des Weines "Eckenblut", des Universitätsprofessors und Dichters Karl Simrock. Neben dem Landhaus Simrocks zeigt es den Text des "Eckenliedes".

Es erzählt davon, dass die Reben des Weines das Blut aus der Schlacht zwischen Dietrich von Bern und dem Riesen Ecke aufgesogen haben soll, die laut Simrock in der Menzenberger Schlucht stattgefunden hat.

Ob dies wirklich so gewesen ist, und ob man das Blut gar noch schmecken kann, das konnten die Besucher im Hof des Museums selbst überprüfen. Die Weinbruderschaft Mittelrhein, vertreten durch Ecki Schmitz, bot Proben vom "Eckenblut" Simrocks an. Die Bruderschaft kultiviert die letzte original Rebe dieser Weinsorte.

Das Zupforchester Oberkassel, das eine Mischung internationaler Volksmusik mit spanischen und italienischen Liedern spielte, verbreitete dazu mediterranes Flair.

Am Sonntag waren Eschbachs "Alte Ansichten vom Siebengebirge" zum letzten Mal in Oberdollendorf zu sehen. Insgesamt hatten aus diesem Anlass weit über 1 000 Gäste den Brückenhof besucht.